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Präventive Lederpflege

Praktische Pflegetipps

Damit die Schönheit, Geschmeidigkeit und natürliche Ausstrahlung Ihres Leders möglichst lange erhalten bleiben, ist eine regelmäßige und richtige Pflege wichtig. Einfache Gewohnheiten machen dabei einen großen Unterschied:

  • Staub und Schmutz regelmäßig entfernen
    Staub, Sand und Krümel sind oft kaum sichtbar, können die Lederoberfläche auf Dauer jedoch beschädigen. Saugen Sie Ihr Möbel daher regelmäßig auf der niedrigsten Stufe mit einem weichen, stumpfen Aufsatz ab. Sie können das Leder auch wöchentlich mit einem sauberen, weichen Tuch abwischen.

  • Vorbeugend reinigen, nicht erst bei sichtbarer Verschmutzung
    Warten Sie nicht, bis das Leder schmutzig oder matt aussieht. Eine regelmäßige leichte Pflege hält es frisch, geschmeidig und in bestem Zustand.

  • Zuerst reinigen, danach pflegen
    Leder kann Pflegemittel erst dann gut aufnehmen, wenn die Oberfläche sauber ist. Reinigen Sie es daher immer zuerst und tragen Sie erst danach ein geeignetes nährendes Pflegemittel auf. Vermeiden Sie sogenannte All-in-one-Produkte für hochwertiges Polsterleder.

  • Produkte verwenden, die zu Ihrem Lederart passen
    Jede Lederart hat seine eigenen Eigenschaften und benötigt eine abgestimmte Pflege. Verwenden Sie vorzugsweise die von JORI empfohlenen Produkte über jori-care.com. Testen Sie jedes Pflegemittel immer zuerst an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel an der Rück- oder Unterseite des Möbels.

    Wenn Sie eine natürlichere Reinigung bevorzugen, können Sie eine milde Seifenlösung aus 20 g alkalifreier Seife, beispielsweise Marseiller Seife, auf 1 Liter destilliertes Wasser verwenden. Tragen Sie die Lösung mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch auf und reiben Sie das Leder sanft in großen kreisenden Bewegungen ab.

    Entfernen Sie anschließend die Rückstände so gründlich wie möglich mit einem neuen, leicht feuchten Tuch ohne Produkt. Lassen Sie das Leder danach mindestens 48 Stunden auf natürliche Weise trocknen. Bei stark verschmutzten Bereichen können Sie die Behandlung wiederholen und dazwischen jeweils dieselbe Trocknungszeit einhalten.

    Wenn Sie auch zum Nähren des Leders eine natürlichere Methode bevorzugen, können Sie eine Mischung aus 1 Esslöffel Rizinusöl pro Liter destilliertem Wasser verwenden. Rizinusöl ist in der Apotheke erhältlich. Tragen Sie die Mischung mit einem sauberen, trockenen, fusselfreien Baumwolltuch auf und reiben Sie das Leder sanft in kreisenden Bewegungen ab.
  • Niemals aggressive oder ungeeignete Mittel verwenden
    Vermeiden Sie Lösungsmittel, scheuernde Produkte, gewöhnliche Allzweckreiniger, Schuhcreme, zu fetthaltige Produkte oder Pflegemittel, die nicht für Polsterleder bestimmt sind. Sie können das Leder dauerhaft beschädigen.

  • Mit einem weichen, fusselfreien Tuch arbeiten
    Verwenden Sie ein sauberes, weiches, fusselfreies Baumwolltuch. Vermeiden Sie Mikrofasertücher: Sie können die Lederoberfläche beschädigen.

  • Nur leicht feuchte Tücher verwenden
    Leder mag Feuchtigkeit, aber keine nasse Pflege. Arbeiten Sie immer mit einem leicht feuchten Tuch und verwenden Sie vorzugsweise destilliertes Wasser, um Kalkflecken zu vermeiden. Machen Sie das Leder niemals zu nass.

  • Leder natürlich trocknen lassen
    Lassen Sie Ihr Möbel nach der Reinigung oder Pflege in Ruhe bei Raumtemperatur trocknen. Verwenden Sie keinen Haartrockner, kein Heizgerät und keine direkte Sonneneinstrahlung, um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen. Planen Sie nach einer gründlicheren Reinigung ausreichend Trocknungszeit ein.

  • Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
    Leder ist empfindlich gegenüber starkem Licht. Direkte Sonneneinstrahlung oder intensive künstliche Lichteinwirkung kann je nach gewählter Lederart zu Verfärbungen führen. Stellen Sie Ihr Möbel daher nach Möglichkeit nicht über längere Zeit in die volle Sonne.

  • Abstand zu Wärmequellen halten
    Extreme Wärme trocknet Leder aus und kann es weniger geschmeidig machen. Stellen Sie Ihr Sitzmöbel daher nicht zu nah an Heizkörper, Kamine oder andere Wärmequellen. Ein Abstand von mindestens 30 cm wird empfohlen, bei ausreichender Belüftung rund um das Möbel.

  • Für ein gesundes Raumklima sorgen
    Leder bleibt in einer stabilen Umgebung am schönsten. Eine Raumtemperatur von 18 bis 20 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 50 % sind ideal. Besonders im Winter, wenn die Heizung häufig läuft, ist eine ausreichende Luftfeuchtigkeit wichtig.

  • Vorsicht bei farbintensiven Materialien
    Dunkle Jeans, kräftig gefärbte Kissen, Plaids oder Accessoires können auf Leder abfärben, besonders auf hellen Farbtönen. Vermeiden Sie längeren Kontakt, wenn Sie nicht sicher sind, ob die Farbe abgeben kann.

  • Kontakt mit scharfen oder rauen Gegenständen vermeiden
    Reißverschlüsse, Schlüssel, Schnallen, scharfe Fingernägel oder Tierkrallen können Kratzer, Scheuerspuren oder Beschädigungen verursachen. Versuchen Sie, solchen Kontakt so weit wie möglich zu vermeiden.

  • Stark beanspruchte Bereiche schützen
    Hautfette, Schweiß und Haarprodukte können das Leder auf Dauer beeinträchtigen, besonders an Kopfstützen und Armlehnen. JORI bietet dafür spezielle Schutzbezüge an.

  • Bei Missgeschicken schnell reagieren
    Wird etwas verschüttet, tupfen Sie die Flüssigkeit sofort vorsichtig mit ungebleichtem Küchenpapier oder einem weichen Tuch auf. Nicht reiben oder drücken. Die konkrete Vorgehensweise finden Sie im nächsten Kapitel. 

Was tun bei Flecken?

Ein Fleck ist nie angenehm, doch schnelles und ruhiges Handeln macht oft einen großen Unterschied.

  • Sofort handeln
    Frische Flecken lassen sich leichter behandeln als Flecken, die bereits eingezogen oder eingetrocknet sind. Tupfen Sie Flüssigkeiten daher so schnell wie möglich mit neutralem, ungebleichtem Küchenpapier oder einem sauberen, leicht feuchten, fusselfreien Tuch auf.

  • Tupfen, nicht reiben
    Reiben Sie niemals stark und üben Sie keinen Druck aus. So verhindern Sie, dass der Fleck tiefer in das Leder eindringt oder die Oberfläche beschädigt wird.

  • Feste Rückstände vorsichtig entfernen
    Stärkere oder feste Verschmutzungen können Sie vorsichtig mit einem stumpfen Gegenstand, beispielsweise einem Löffel oder Holzspatel, entfernen. Verwenden Sie niemals scharfe Gegenstände.

  • Immer eine größere Fläche behandeln
    Reinigen Sie nicht nur den Fleck selbst, sondern behandeln Sie die gesamte Fläche von Naht zu Naht. So vermeiden Sie, dass nach der Reinigung ein sichtbar hellerer oder abweichender Bereich zurückbleibt.

  • Von außen nach innen arbeiten
    Behandeln Sie den Fleck immer vom äußeren Rand zur Mitte hin. So verhindern Sie, dass er größer wird.

  • Nur geeignete Reinigungsprodukte verwenden
    Verwenden Sie keine Haushaltsprodukte, Bleichmittel, Lösungsmittel, Essig, Nagellackentferner, Haarspray, Scheuermittel oder andere Hausmittel. Sie können das Leder dauerhaft beschädigen.

  • Das Produkt niemals direkt auf das Leder auftragen
    Testen Sie das Reinigungsprodukt zuerst an einer unauffälligen Stelle. Tragen Sie das Produkt anschließend über ein weiches Tuch auf, nicht direkt auf das Leder.

  • Dem Leder ausreichend Trocknungszeit geben
    Benutzen Sie das Möbel erst wieder, wenn es vollständig trocken ist. Planen Sie nach einer Reinigung vorzugsweise mindestens 48 Stunden Trocknungszeit ein.

  • Bei empfindlichen Lederarten besonders vorsichtig sein
    Offene Lederarten sind empfindlicher gegenüber Flecken, Feuchtigkeit und Gebrauchsspuren. Behandeln Sie sie daher besonders sorgfältig und verwenden Sie ausschließlich Produkte, die für diese spezielle Lederart geeignet sind.

Diese Tipps sind als Erste Hilfe bei Flecken gedacht, bieten jedoch keine Garantie für eine vollständige Fleckentfernung. Bei Zweifeln, hartnäckigen Flecken oder ernsthaften Schäden empfiehlt JORI, über www.jori-care.com Kontakt mit einem spezialisierten Reinigungspartner aufzunehmen und die Ursache des Flecks klar anzugeben. Bei schweren Beschädigungen wenden Sie sich immer an Ihren JORI-Händler.

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